Was ist zu beachten?

Bestattungsüberführung

Die Überführung eines Verstorbenen kann sowohl auf dem Landwege mit einem unserer Bestattungsfahrzeuge durchgeführt werden, aber wenn notwendig auch per Zugfracht, per Luftfracht oder auf dem Wasserweg erfolgen. Notwendig für diese Auslandsüberführung von Verstorbenen ist der sog. internationale Leichenpass, der vom zuständigen Standesamt auf Antrag ausgestellt wird. Die Kosten für die Ausstellung sind je nach Stadt oder Gemeinde unterschiedlich hoch.

Zur Antragsstellung wird in Bayern und anderen Bundesländer nachfolgendes benötigt:

  • Sterbeurkunde oder eine Bescheinigung des für den Sterbeort zuständigen Standesbeamten über die Beurkundung des Sterbefalls
  • Todesbescheinigung bzw. Totenschein
  • Bescheinigung über die ordnungsgemäße Einsargung durch den Bestatter
  • Ärztliche Bescheinigung, dass gegen die Überführung der Leiche keine gesundheitlichen Bedenken bestehen. Bescheinigungen dieser Art , werden vom Krankenhaus, der Gerichtsmedizin oder dem Gesundheitsamt ausgestellt
  • bei Anhaltspunkten für einen nicht natürlichen Tod oder wenn die Leiche unbekannt ist: Genehmigung der Staatsanwaltschaft oder des Amtsrichters

 

Für eine Überführung eines Verstorbenen über die deutsche Staatsgrenze werden oftmals besondere Anforderungen an den Sarg gestellt. Der Verstorbene muss in einem hermetisch abgeschlossenen Sarg transportiert werden, dies ist im Allgemeinen der sogenannnte Zinksarg (also eine zugelötete Zinkwanne in einem speziellem Holzsarg). Die Wände des Holzsarges müssen mindestens 20 mm dick sein. Ist dieser Holzsarg von außen mit einer verlöteten Zinkplatte oder mit einem anderen auflösenden Material versehen sind 30 mm Holzstärke („z.B. Italien“) nötig. Gleichfalls ist die Anzahl und Abstand der Verschraubungen vorgeschrieben. Dieser Sarg muss oftmals auch mit einem flüssigkeitsabsorptiven Stoff (Sägemehl, Hobelspäne, Torf) gefüllt sein. Insbesondere für den Lufttransport muss dieser Sarg auch ein Ventil für den Druckausgleich besitzen, das die aus dem Sarg austretende Luft reinigt. Bei einigen Überführungen muss sodann dieser Sarg in eine neutrale Außenkiste, sodass der Inhalt nicht als Sarg zu erkennen ist.

Sie merken schon dass hier oftmals länderspezifische Vorschriften einzuhalten sind und hierfür ebenfalls Spezialisten für Überführungen von Verstorbenen notwendig sind.

Wichtige Dokumente

Folgende Papiere und Unterlagen werden zur Ausführung der notwendigen Formalitäten im Zusammenhang mit der Überführung benötigt:

Familienstand Geburtsurkunde Heiratsurkunde Scheidungsurkunde Sterbeurkunde
des Ehepartners
ledig X
verheiratet X X
geschieden X X X
verwitwet X X (X) X

 

Sterbefall im Krankenhaus

Wenn Ihr Angehöriger im Krankenhaus verstorben ist, wird dort von einem Arzt die Todesbescheinigung ausgestellt. In Alten- oder Pflegeheimen wird der Arzt gerufen, der den Verstorbenen kennt. In Krankenhäusern darf der Bestatter erst nach einer bestimmten Frist den Verstorbenen zum Friedhof überführen bzw. erhält auch dann erst die Todesbescheinigung und weitere Unterlagen. In größeren Krankenhäusern oder Kliniken kann man an Wochenenden sehr wenig erledigen, so dass man erst am nächsten Werktag dort aktiv werden kann.

Bei Todesfällen in Krankenhäusern, ambulanten Pflegestationen, Seniorenheimen, etc., können Sie sich gleich mit uns in Verbindung setzen, um die weiterführenden Maßnahmen zu besprechen.

 

Sterbefall in der Wohnung

Besonders seit den letzen Jahren, in denen viele Menschen zu Hause gepflegt werden, müssen sich die Angehörigen der Situation des Todes eines Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung stellen. Für viele Menschen ist diese Situation neu und überraschend. Damit für den Verstorbenen und die Angehörigen alles in Ruhe geregelt wird, möchten wir Ihnen kurz schildern, was zuerst getan werden muss. Bitte benachrichtigen Sie sofort einen Arzt. Wenn möglich, den Hausarzt, der den Verstorbenen zuvor gekannt hat. Wenn dieser nicht erreichbar ist, das kann z.B. an Wochenenden oder nachts sein, rufen sie den Notarzt. Dieser ist unter der Nummer der Feuerwehr 112 zu benachrichtigen. Der Hausarzt oder der Notarzt wird nach einer Untersuchung gegebenenfalls den Tod feststellen. Der Arzt ist dann verpflichtet, dies auch schriftlich zu dokumentieren. Es wird eine Todesbescheinigung ausgestellt. Dazu braucht der Arzt eventuell den Personalausweis des Verstorbenen, wenn er den Verstorbenen nicht gekannt hat. Ist der Angehörige zu Hause gestorben, so erlaubt der Gesetzgeber, dass der Verstorbene bis zu 36 Stunden im Hause bleiben darf.

Kontaktieren Sie uns nach spätestens 36 Stunden, damit wir uns um den weiteren Ablauf kümmern können.

 

Andere Umstände

Falls der Verstorbene eines nicht natürlichen Todes gestorben ist oder die Todesursache nicht geklärt ist, wird grundsätzlich die Polizei informiert. Wenn die Polizei nicht, wie z.B. bei einem Unfall schon vor Ort ist, wird sie meistens vom Notarzt gerufen. Die Polizei ermittelt und wird gegebenenfalls notwendiges veranlassen.